NAMAQUALAND
Reiseverlauf
30.10. - 16.11.2025

Langebaan
Eigentlich hatten wir darauf spekuliert, dass wir im Herbst unseren Bushcamper habe. Er war jetzt zwar fertig gebaut, doch die ganze «Einbürgerung» würde noch Zeit in Anspruch nehmen. Darum hatten wir uns im August entschieden, unsere Ferien im November in Südafrika mit einem Mietauto zu machen.
Endlich war es so weit. Am Morgen hatten wir noch eine Besprechung mit Bushcamper, dann machten wir uns reisebereit. Wir hatten dieses mal einen Direktflug mit Edelweiss, der bereits um sieben Uhr losging. Alles klappte reibungslos und wir flogen pünktlich los.
Rund zwölf Stunden später waren wir in Capetown gelandet. Dort wurden wir von Bushlore abgeholt. Die Fahrt zu ihrem Office war nur kurz. Wir bekamen da ein wunderbares Auto mit Hebedach. Wir waren begeistert, denn das Auto machte einen super Eindruck. Noch vor dem Mittag konnten wir losfahren. Wir steuerten die Küstenstrasse Richtung Langebaan an. In einem Vorort von Kapstadt erblickten wir eine grosse Mall, wo wir unseren Grosseinkauf machten. Dann ging es weiter. Wir nahmen den Abzweig in den West Coast National Park, wo wir beim Rastplatz Pause machten. Wir assen etwas und zogen die warmen Kleider aus. Bei den berühmten Bird Hides war nicht viel los. Wir fuhren weiter. Da meldete sich bei Kathrin die Migräne an. Plötzlich schrie Kathrin «Stopp» und ich trat auf die Bremse. Vor uns auf der Fahrbahn lag eine Puffotter. Das Tier hätte ich glatt überfahren. Die Schlangensichtung half Kathrin natürlich nicht, die Migräne wurde schlimmer. Wir fuhren zum Hotel, wo sich Kathrin hinlegte. Ich fuhr nochmals zurück zum Seeberg Hide. Da war aber auch nicht viel los. Auf das Abendessen hatten wir uns schon lange gefreut. Doch für Kathrin war es eine Qual wegen der Kopfschmerzen. Möglichst schnell gingen wir zurück in Zimmer und hofften, dass die Nacht erträglich sein würde.
Blois
Wir kamen gegen drei Uhr in Blois an. Unsere Unterkunft war nicht einfach zu erreichen, weil sie in einer schmalen Altstadtgasse lag. Wir mussten etwas ausserhalb parkieren. Die Velos konnten wir zum Glück bei der Unterkunft sicher unterbringen. Wir spazierten mehr oder weniger ziellos durch die Stadt und kauften ein wenig Souvenirs. Zum Abendessen suchten wir uns ein indisches Restaurant aus. Wir konnten gemütlich draussen in einer Gasse essen und lecker war es obendrein.
Am folgenden Morgen standen wir sehr früh auf. Zu meinem fünfzigsten Geburtstag schenkte mir Kathrin einen Ballonflug. Diese starteten in Chaumont-sur-Loire. Wir hatten die Luxusvariante gebucht mit einem Korb nur für uns zwei und einem coolen Ballonführer. Bei Sonnenaufgang hoben wir ab und schwebten über das Schloss von Chaumont. Der Wind trug uns bis nach Montrichard-Val-de-Cher. Der Ballonführer hatte seine Sache im Griff und flog so tief über den Cher, dass wir das Wasser berührten. Dann landeten wir. Es war ein sehr tolles Erlebnis. Die Tour endete bei einem Weingut und so passierte es, dass wir bereits morgens um acht Weingläser hielten. Wir kauften ein paar Flaschen Sprudelwein.
Wir fuhren zurück nach Blois. Auf dem Fussweg zu unserer Unterkunft kamen wir bei einem Lokal vorbei, das einladend aussah und eine gute Karte hatte. Der Wirt wischte gerade draussen und wir packten die Gelegenheit, um für das Abendessen zu reservieren. Somit war auch das organisiert. Wir machten uns bereit für eine letzte Velofahrt. Diese führte über Velowege, die wir teilweise etwas suchen mussten, zum Château de Cheverny. Wir besuchten den Schlosspark und assen etwas zu Mittag. Auf dem Rückweg steuerten wir noch zum Château de Chambord. Dies wäre eigentlich das berühmteste Schloss an der Loire. Doch wir wussten, dass Renovationsarbeiten am Laufen waren. Die Gerüste verdeckten das Schloss so arg, dass wir nichtmal vom Velo stiegen und einfach vorbei fuhren. Zurück in Blois machten wir mal nichts. Als es Zeit wurde, liefen wir in das Restaurant mit unserem reservierten Tisch. Wir bekamen ein tolles Menü serviert, das keine Wünsche offen liess. So kam ich zu einem sehr schönen Geburtstag, wofür ich dankbar bin.
Dann waren unsere Ferien auch schon zu ende. Wir machten Susette startklar und begaben uns auf die Autobahn. Ohne Probleme gelangten wir nach Beaune. Da war es gerade Mittag und wir entschieden uns, die Autobahn zu verlassen und uns nochmals ein Tatare zu gönnen. Anschliessend ging es ohne weitere Unterbrüche bis zurück nach Hause, wo wir am Abend ankamen.
West Coast National Park
Geelbek
West Coast National Park
Seeberg View Point
West Coast National Park
Seeberg Hide
Langebaan
La Petite Maison
Blois
Moonbay Campsite
Wir gratulierten meinem Vater zum Geburtstag. Das Frühstück war super. Wir hatten einen wunderbaren Tisch und das Essen war sehr lecker. Wir trödelten nicht lange herum, denn wir hatten ein ambitioniertes Programm vor uns. Bevor es richtig losging, hielten wir beim Spar von Langebaan, wo wir Holz und ein paar Kleinigkeiten einkauften. Die Strasse führte uns der Küste entlang Richtung Norden. Dabei kreuzten wir einen unendlich langen Zug, der Von der Küste zu den Minen im Landesinnern führte. Das war eindrücklich anzusehen. Unser erstes Ziel war Lamberts Bay. Wir parkierten unmittelbar am Hafen, wo der Pier auf die Bird Island führte. Die Wolkendecke lichtete sich und wir hatten wunderbare Bedingungen, um uns die Brutkolonie der Cape Gannets anzuschauen. Das war ein einmaliges Spektakel, das eigentlich nur hier auf der Welt gesehen werden kann. Direkt beim Parkplatz hatte es ein Restaurant. Da es Kathrin wieder besser ging, fragten wir nach einem Platz, den wir auch bekamen. Die Bedienung war super nett. Zum Leidwesen von Kathrin hatten sie keine Austern. Dafür war der Ort bekannt für seine Garnelen und das bestellten wir dann. Hinter Lamberts Bay kamen wir auf unsere erste Gravelroad. Es ging etwas landeinwärts, bis wir wieder auf eine Tarroad kamen, die durch ein grünes Tal voller Reben führte. Nach etwa fünfzig Kilometer bogen wir von dieser Strasse ab. Von jetzt ab waren wir in der rauen Landschaft der Westküste auf einer Sandpiste unterwegs. Der Weg war wunderbar und wir genossen schöne Aussichten auf das Meer. Allerdings waren wir auch etwas im Zeitdruck, denn wir wollten auf einen Camping-Stellplatz im Namaqualand National Park. Ich wusste, dass dort die Tore um fünf Uhr schlossen. Wir kamen zwei Minuten zu spät dort an. Die Barriere war schon zu und das Wärterhäuschen leer. Wir konnten aber noch eine nette Angestellte hervorrufen, die uns die Barriere öffnete. Sie empfahl uns, nicht bis Koringkorrelbaai zu fahren, das sei zu weit. Auf Moonbay sei niemand und wir sollten die Nacht doch dort verbringen. Das machten wir dann so. Wir waren auf dort alleine und sahen auch mit dem Feldstecher keine anderen Camper. Der Platz gefiel uns sehr. Es war aber empfindlich kühl und windig. Wir zogen alles an, was wir hatten und machten ein Feuer. Wir waren voll im Afrikafeeling angelangt und genossen es sehr. Früh stiegen wir in unsere Dachkabine, um vor dem Wind und der Kälte zu flüchten.
Wir kamen gegen drei Uhr in Blois an. Unsere Unterkunft war nicht einfach zu erreichen, weil sie in einer schmalen Altstadtgasse lag. Wir mussten etwas ausserhalb parkieren. Die Velos konnten wir zum Glück bei der Unterkunft sicher unterbringen. Wir spazierten mehr oder weniger ziellos durch die Stadt und kauften ein wenig Souvenirs. Zum Abendessen suchten wir uns ein indisches Restaurant aus. Wir konnten gemütlich draussen in einer Gasse essen und lecker war es obendrein.
Am folgenden Morgen standen wir sehr früh auf. Zu meinem fünfzigsten Geburtstag schenkte mir Kathrin einen Ballonflug. Diese starteten in Chaumont-sur-Loire. Wir hatten die Luxusvariante gebucht mit einem Korb nur für uns zwei und einem coolen Ballonführer. Bei Sonnenaufgang hoben wir ab und schwebten über das Schloss von Chaumont. Der Wind trug uns bis nach Montrichard-Val-de-Cher. Der Ballonführer hatte seine Sache im Griff und flog so tief über den Cher, dass wir das Wasser berührten. Dann landeten wir. Es war ein sehr tolles Erlebnis. Die Tour endete bei einem Weingut und so passierte es, dass wir bereits morgens um acht Weingläser hielten. Wir kauften ein paar Flaschen Sprudelwein.
Wir fuhren zurück nach Blois. Auf dem Fussweg zu unserer Unterkunft kamen wir bei einem Lokal vorbei, das einladend aussah und eine gute Karte hatte. Der Wirt wischte gerade draussen und wir packten die Gelegenheit, um für das Abendessen zu reservieren. Somit war auch das organisiert. Wir machten uns bereit für eine letzte Velofahrt. Diese führte über Velowege, die wir teilweise etwas suchen mussten, zum Château de Cheverny. Wir besuchten den Schlosspark und assen etwas zu Mittag. Auf dem Rückweg steuerten wir noch zum Château de Chambord. Dies wäre eigentlich das berühmteste Schloss an der Loire. Doch wir wussten, dass Renovationsarbeiten am Laufen waren. Die Gerüste verdeckten das Schloss so arg, dass wir nichtmal vom Velo stiegen und einfach vorbei fuhren. Zurück in Blois machten wir mal nichts. Als es Zeit wurde, liefen wir in das Restaurant mit unserem reservierten Tisch. Wir bekamen ein tolles Menü serviert, das keine Wünsche offen liess. So kam ich zu einem sehr schönen Geburtstag, wofür ich dankbar bin.
Dann waren unsere Ferien auch schon zu ende. Wir machten Susette startklar und begaben uns auf die Autobahn. Ohne Probleme gelangten wir nach Beaune. Da war es gerade Mittag und wir entschieden uns, die Autobahn zu verlassen und uns nochmals ein Tatare zu gönnen. Anschliessend ging es ohne weitere Unterbrüche bis zurück nach Hause, wo wir am Abend ankamen.
Lamberts Bay
Bird Island
Die Cape Gannets von Lamberts Bay
Die Cape Gannets in Lamberts Bay gehören zu den spektakulärsten Seevögeln Südafrikas. In der grossen Kolonie auf Bird Island kann man Tausende dieser schwarz-weissen Vögel mit ihren gelblichen Köpfen beobachten. Die Cape Gannets brüten nur an sechs Orten auf der Welt. Nur Lamberts Bay ist für Menschen leicht zugänglich. Die Bird Island bietet damit eine seltene Gelegenheit, die Cape Gannets aus nächster Nähe in ihrem natürlichen Lebensraum zu erleben.
Namaqualand
Das Namaqualand ist eine einsame, trockene und gleichzeitig faszinierende Region im Nordwesten Südafrikas. Die Region erstreckt sich von der Atlantikküste bis ins trockene Landesinnere und bietet weite Landschaften, klare Horizonte und eine besondere Ruhe fernab von Touristenströmen. Sie liegt überwiegend in der Provinz Northern Cape und ist bekannt für ihre karge Schönheit und den rauen klimatischen Bedingungen.
Das Gebiet ist grösstenteils halbwüstenartig und wird vom trockenen Klima geprägt. Weltberühmt ist das Namaqualand für seine spektakuläre Wildblumenblüte, die je nach Regenfall im August und September stattfindet. In dieser kurzen Zeit verwandelt sich die sonst karge Landschaft in ein farbenfrohes Blütenmeer. Entlang der Küste beeindrucken raue Klippen, einsame Strände und das Zusammentreffen von Wüste und Atlantik. Auch Tierbeobachtungen, etwa von Springböcken, Straussen oder Seevögeln, sind möglich.

Road from Lamberts Bay to Namaqua National Park
Namaqua National Park
Moonbay Campsite
Namaqua National Park
Wildlife at Moonbay Campsite
Koringkorrelbaai
Wir liessen es ruhig angehen und schliefen für unsere Verhältnisse aus. Als die Sonne etwas wärme spendete, machten wir das Frühstück bereit. Wir waren gespannt, ob wir mit unserer Bialetti ein Kaffee hinkriegen würden. Zum Glück funktionierte es. Wir assen gemütlich unsere Brote und räumten unsere Sachen zusammen. Wir liessen noch etwas mehr Luft aus den Reifen, denn wir hatten einige Sandpassagen vor uns, wo andere Reisende auch schon stecken geblieben waren. Der Weg führte uns weiter nach Norden, vorbei an schönen Stränden und ein paar Aussichtspunkten. Die Tiefsandpassage durch das Dünenfeld war einfach und gut zu meistern. Wir hatten garkeine Probleme. Dann erreichten wir Koringkorrelbaai und konnten aus den fünf Stellplätzen einen aussuchen, denn wir waren hier alleine. Nummer vier gefiel uns am Besten. Wir fuhren dann gleich noch ein Stückchen weiter zu den Seebären, die etwas weiter hinter einem zweiten Dünenfeld lagen. Bei den Cape Fur Seals war einiges los. Etwas abseits assen wir etwas zu Mittag, bevor wir nochmals den Seebären einen Besuch abstatteten. Zurück auf unserem Stellplatz machten wir noch einen kurzen Spaziergang über den Strand. Es war wieder windig und kühl. Darum warteten wir nicht lange und zündeten früh unser Grillfeuer an. Der Steinzirkel bot ein wenig Windschutz. Das Essen gelang uns gut. Trotzdem blieben wir nicht lange draussen und wir verzogen uns in unsere Schlafsäcke. Kathrin hatte eine Netflix Serie heruntergeladen gehabt und so schauten wir uns eingepackt in die Schlafsäcke einen Film an.
Namaqua National Park
Moonbay Campsite
Namaqua National Park
Moonbay
Namaqua National Park
Between Moonbay and Koringkorrelbaai
Namaqua National Park
Cape Fur Seals
Namaqua National Park
Koringkorrelbaai Beach
Namaqua National Park
Koringkorrelbaai Campsite
Klein Pella
An Morgen erlebten wir eine fast mythische Stimmung. Ein leichter Nebel lag über dem Ufer. Wir nahmen es erst einmal gemütlich. Nach dem Frühstück räumten wir alle unsere Sachen zusammen und fuhren los. Wir machten nochmals einen Schlenker zu den Robben. Wir sahen auch einige Antilopen wie Oryx, Hartebeest und Steenbok. Dan verliessen wir den Namaqualand National Park. Wir hatten hier zwei tolle Nächte. Der Weg führte uns ins Landesinnere. Schnell wurde es wärmer und wärmer. War es an der Küste noch 16°C warm, so war es eine Stunde später schon 39°C. In Springbok, das wir von unserer Reise von 2018 schon kannten, kauften wir ein paar Sachen ein. Über die Schnellstrasse fuhren wir Richtung Osten. Die Distanzen sind hier gross. Wir kamen gut voran, denn Verkehr hatte es nicht viel. So gegen drei Uhr waren wir in Pella. Hier startete wir unser Abenteuer auf dem Namaqua 4x4 Eco Trail. Der erste Abschnitt führte über Charlies Pass. Die Landschaft war absolut schön. Der Weg über den Pass war Slowgoing aber für uns gut machbar. Hinter dem Pass gelangten wir an den Oranje Fluss. Hier hatte es verstreute Siedlungen und Farmland. Unser Ziel war die Farm Klein Pella. Bald schon waren wir auf dem Farmgelände und sahen die vielen Dattelpalmen, die hier angepflanzt wurden. Die Farm hat einen Campingplatz. Wir waren die einzigen Gäste hier. Es war immer noch heiss und so genossen wir den Pool, den wir nutzen durften. Als die Sonne unter ging, zündeten wir das Grillfeuer an und bereiteten das Abendessen zu. Hier waren die Abende warm und so konnten wir länger draussen bleiben, was wir sehr genossen.
Namaqua National Park
Koringkorrelbaai Campsite
Namaqua National Park
Koringkorrelbaai Wildlife
Namaqua National Park
Cape Fur Seals
Namaqua National Park
Seabirds
Namakwa 4x4 Eco Trail
Der Namakwa 4x4 Eco Trail ist eine abgelegene Offroadroute im Nordwesten Südafrikas, die durch die eindrucksvolle Landschaft des Namaqualandes führt. Der Trail ist besonders für seine unberührte Natur, seine Weite und seine Ruhe bekannt. Er verläuft durch trockene Ebenen, felsige Hügel und Flusstäler. Er bietet einen intensiven Einblick in ein empfindliches Wüsten- und Halbwüstenökosystem.
Der Eco Trail ist ausschliesslich für Allradfahrzeuge geeignet und richtet sich an naturbewusste Reisende, die Abenteuer abseits befestigter Strassen suchen. Entlang der Strecke gibt es keine touristische Infrastruktur im klassischen Sinne. Genau das macht den Reiz aus: Besucher erleben die Landschaft in ihrer ursprünglichen Form und müssen gut vorbereitet sowie selbstständig unterwegs sein.
Entlang der gut markierten Route gibt es ausgewiesene Campingspots. Diese liegen meist am Ufer des Oranje Rivier. In der Regieon kann es bis zu 50°C heiss werden. Da bietet ein Bad im Fluss eine willkommene Erfrischung. Aufgrund der klimatischen und landschaftlichen Ähnlichkeit zu arabischen Ländern wurde versucht, Dattel anzupflanzen. Klein Pella ist heute die grösste Dattelfarm der südlichen Hemisphäre.

Namakwa 4x4 Eco Trail
Charlies Pass
Namakwa 4x4 Eco Trail
Klein Pella Guest Farm
Hartbeesmond Campsite
Wir hatten einen gemütlichen Tag vor uns. Wir frühstückten in aller Ruhe auf dem Campingplatz. Das Wetter war wunderbar. Wir genossen eine warme Dusche, die letzte für die nächsten Tage. Dann fuhren wir los. Über sandige Pisten durchquerten wir die harsche, trockene Landschaft. Der Weg war gesäumt von einzelnen Kokerboomen. Ansonsten gab es nicht viel Vegetation. Immer wieder hatten wir fantastische Ausblicke über das weite Land. Der Trail war gut markiert und so gelangten wir zur Mittagszeit auf unserem Stellplatz Namens Hartbeesmond an. Wir stellten unser Auto unter einem Baum direkt am Flussufer auf. Nun war chillen angesagt. Nichts tun ausser einigen Vögel hinterherrennen und den Blick über den Fluss auf Namibia zu geniessen. Ein Hirte trieb Ziegen zusammen. Die Paviane waren auf einer Insel und brüllten. Wir hofften, dass die Paviane dort blieben, wo sie waren und uns nicht belästigten. Am Abend schwammen sie über den Fluss, störten uns aber nicht. Als die Sonne untergegangen war, machten wir uns ein Grillfeuer und kochten unser Abendessen. Die Tageshitze war überstanden und wir genossen die lauschigen Abendstunden und den aufziehenden Sternenhimmel.
Klein Pella Dattelfarm
Namakwa 4x4 Eco Trail
Trail from Klein Pella to Hartbeesmond
Namakwa 4x4 Eco Trail
Wildlife at Hartbeesmond
Namakwa 4x4 Eco Trail
Hartbeesmond Campsite
Melkhoutboom Campsite
Die Morgenstimmung an unserem wunderbaren Stellplatz direkt am Oranje Rivier war extrem gemütlich. Beim Frühstücken sahen wir die Paviane kommen. Die Affen trotteten an unserem Stellplatz vorbei. Ihr brüllen war beeindruckend. Weiter unten sahen wir die Paviane ins Wasser springen. Den Tag über verbringen sie wohl auf der Insel. Das Wetter war wiederum wunderbar. Wir machten uns fahrbereit und tuckerten los. Nach einem Weilchen kamen wir in Witbank an. Die Gewitter, die hier ein paar Tage zuvor gewütet hatten, hatten die Piste so aufgeweicht, dass wir einen Umweg machen mussten. Dank Tracks4Afrika fanden wir rasch eine alternative Route. Die Piste wurde etwas steiniger, war aber technisch nicht schwierig. Wir kamen am Melkhoutboom vorbei und steuerten unsere Campsite in Ramansdrift an. Dort kamen wir etwa um ein Uhr an. Wir mussten da feststellen, dass die Campsite von einer ganzen Truppe junger und schon alkoholisierter Südafrikaner besetzt war. Wir suchten noch ein wenig nach einem alternativen Stellplatz, ohne fündig zu werden. Zu dicht waren die Büsche, die das Ufer säumten, um ans Wasser zu kommen. Wir beschlossen, zurück zum Melkhoutboom zu fahren. Da hatten wir gesehen, dass es einen Weg zum Fluss gab, wo wir einen Platz finden würden. Da kamen wir gut an. Ganz am Ende der Sandbank sahen wir ein Auto stehen. Wir fuhren in diese Richtung und wollten gut hundert Meter vor den anderen Overlandern stehen bleiben und uns aufstellen. Doch Kathrin meinte, ich solle doch zu den Nachbarn fahren um zu fragen, ob das OK wäre. Das war eine schlechte Idee, denn wir blieben im Sand stecken. Zum Glück war das junge südafrikanische Pärchen aus George sehr hilfsbereit und zogen uns mit ihrem Seil aus dem Sand. Wir hatten ein schlechtes Gewissen, doch unsere Retterin meinte, wir hätten ihrem Mann eine grosse Freude bereitet, denn er durfte sein neues Bergungszeug ausprobieren und war ganz stolz darauf. Wir platzierten uns am Ufer und genossen den Nachmittag. Wir gingen auch in den Fluss baden, das war herrlich. Weiter oben stellten sich noch zwei weitere Overlander auf. Als die Sonne untergegangen war, machten wir wieder ein Feuer, bereiteten unser Abendessen zu und schauten zu, wie der Mond und die Sterne am Firmament erschienen.
Namakwa 4x4 Eco Trail
Trail from Hartbeesmond to Melkhoutboom
Namakwa 4x4 Eco Trail
Road to Ramansdrift
Namakwa 4x4 Eco Trail
Melkhoutboom Campsite
Augrabies Falls
Wir hatten einen langen Tag vor uns. Darum waren wir ein wenig früher bereit als die Tage zuvor. Wir fanden einen Weg aus dem Sand, ohne stecken zu bleiben. Als wir aus dem Flussbett raus waren, pumpten wir unsere Pneus etwas auf. Da kamen unsere Nachbarn und Kathrin erkannte, dass das Buffalo Overlander waren, denen sie auf youtube folgte. Wir hielten einen kurzen Schwatz und tuckerten dann los. Die Landschaft war bis zum kleinen Ort Goodhouse wieder sensationell. Wir gelangten an den Fluss, wo plötzlich eine grosse Baustelle war. Offensichtlich wird hier eine neue Wasserleitung für Springbok gebaut. Der letzte Abschnitt des Eco Trails war dann wieder sehr schön. Es hatte auch einige technische Passagen, wo wir den Low Gear brauchten. Dann gelangten wir auf die N7, die nach Namibia führt. Wir pumpten unsere Pneus wieder auf. Jetzt hatten wir mehrere hundert Kilometer schnurgerade Strassen vor uns. In Springbok machten wir nochmals einen kurzen Halt, um etas zu Essen zu kaufen und um zu tanken. Wir kamen gut vorwärts. Noch vor vier Uhr gelangten wir beim Augrabies Falls National Park an. Wir waren froh, die lange Fahrt hinter uns gebracht zu haben. Der Campingplatz viel natürlich etwas ab gegenüber den Stellplätzen, die wir bis dahin hatten. Wir fanden aber ein gemütliches Plätzchen. Wir machten noch den kurzen Spaziergang zu den Wasserfällen, die nicht wirklich beeindruckend waren. Wir hatten aber auch nicht anderes erwartet, hat es doch zu dieser Jahreszeit wenig Wasser. Dafür genossen wir die sauberen Duschen. Wir machten uns ein leckeres Abendessen und verzogen uns dann in unser Häuschen, wo wir unsere Serie weiter schauten.
Namakwa 4x4 Eco Trail
Trail from Melkhoutboom to Goodhouse
Namakwa 4x4 Eco Trail
Trail from Goodhouse to Tarroad
Augrabies Falls
Twee Rivieren I
Wenn wir etwas mehr Zeit gehabt hätten, wären wir noch ein wenig in der Gegend verblieben. Doch wir wollten lieber so viele Tage wie möglich im Kgalagadi verbringen. Also fuhren wir nach dem Frühstück los und steuerten Upington an. Dort tankten wir voll und nahmen die 250 Kilometer nach Twee Rivieren in Angriff. Wie erwartet kamen wir gut vorwärts und so kamen wir kurz nach dem Mittag an. Der Campingplatz ist eigentlich nichts schönes, doch wir fanden einen verhältnis guten Platz ganz am Rande. Wir setzten uns ein wenig hin und versuchten, der Hitze von 40°C zu entgehen. Der Pool bot eine gute Abkühlung. Dann machten wir uns auf den ersten Gamedrive. Kaum im Park drinnen, standen bei einem Baum mehrere Fahrzeuge. Im Baum war ein Leopard. Vom Leoparden war aber kaum etwas zu sehen. Darum blieben wir nicht lange und bogen ins Auobtal ab. Wir fanden ein paar Eulen und andere Vögel, bis wir ans Wasserloch Kamfersboom kamen, wo gerade eine Katze aufstand. Es war tatsächlich nochmals ein Leopard! Leider zeigte sich die Katze nur noch von hinten. Ein Oryx sorgte dafür, dass sich der Leopard verzog. Der lief auf den Dünenkamm hoch und verschwand dann. Das war eine schöne Begegnung. Mittlerweile waren Gewitterwolken aufgezogen. Wir drehten um und fuhren zurück Richtung Twee Rivieren. Als wir bei der Kreuzung zum Nossobtal ankamen, war da die Hölle los. Der Leopard, den wir im Baum gesehen hatten, war jetzt am Wasserloch. Sicher zwanzig Autos waren da. Trotzdem konnten wir einen guten Platz ergattern. Wir sahen den Leoparden beim Trinken. Später lief er mehr oder weniger direkt auf uns zu. Wir waren überglücklich. Jetzt war es definitiv Zeit, um ins Camp zurückzukehren. Wir stellten uns auf und hofften, dass das Gewitter an uns vorbeizog. Wir hatten Glück. Wir sahen Blitze und hörten Donner, wir konnten aber draussen essen. Später in der Nacht regnete es, unser Dachzelt blieb aber trocken.
Kgalagadi Transfrontier Park
Der Kgalagadi Transfrontier Park ist eines der eindrucksvollsten Schutzgebiete Afrikas und ein einzigartiges Beispiel grenzüberschreitender Naturschutzarbeit. Er liegt im Herzen der Kalahari und erstreckt sich über die Grenze von Südafrika und Botswana.
Charakteristisch für den Kgalagadi sind seine weiten, offenen Landschaften, rote Sanddünen, trockene Flussbetten und endlose Horizonte. Die beiden grossen, meist trockenen Flüsse Nossob und Auob durchziehen den Park wie Lebensadern. Entlang dieser Flussläufe konzentriert sich das Wild, da hier nach Regenfällen Gras wächst und sich Wasser in natürlichen Pfannen sammelt.
Der Park ist berühmt für seine aussergewöhnliche Tierwelt. Besonders bekannt ist er für seine Löwen mit dunkler Mähne, die als Symbol der Kalahari gelten. Trotz der scheinbaren Trockenheit ist die Kalahari ein ökologisch hoch spezialisiertes Ökosystem. Viele Tiere sind perfekt an extreme Hitze, Wassermangel und große Temperaturschwankungen angepasst. Regenfälle – oft selten und lokal begrenzt – können die Landschaft innerhalb weniger Tage in ein grünes Paradies verwandeln und spektakuläre Tieransammlungen auslösen.

Kgalagadi
Leopard at Kamfersboom
Kgalagadi
Auob-Valley from Twee Rivieren
Kgalagadi
Leopard at Samevloeiing
Twee Rivieren II
Zur Toröffnungszeit waren wir Abfahrbereit. In der Nacht hatte es geregnet und auf dem Camping gab es riesige Pfützen. Wir fuhren nach Kij Kij, sahen aber kaum etwas. Da war die Frage, ob wir über die Dünenstrasse ins Auobtal wechseln sollten, was wir auch machten. Aber auch im Auobtal sahen wir nicht viel. Wir kamen zur Picnicsite Kamqua und frühstückten da. In der Nähe lag noch eine Hyäne mit zwei Jungen im Schatten aber so weit weg, dass kaum ein Foto brauchbar ist. Wir fuhren zurück nach Twee Rivieren. Dort verbrachten wir die Mittagshitze. Um drei Uhr fuhren wir wieder los. Wir tuckerten bis nach Melkvlei. Spektakuläre Sichtungen gab es keine. Als wir umdrehten, sahen wir, dass sich riesige Gewittertürme aufgebaut hatten. Bei Kij Kij warteten wir ein wenig und sprachen mit unseren Nachbarn. Es zeigten sich aber keine Tiere. Wir traten den Rückweg an. Etwa zehn Kilometer vor Twee Rivieren brach das Gewitter über uns her. Es war kaum zu glauben, was für Wassermassen herunter prasselten. Wir konnten nur ganz langsam fahren. Als wir im Camp ankamen, regnete es etwas weniger stark. Es war aber alles überschwemmt. Zum Glück war unser Platz etwas höher und bei uns war es trocken. Glücklicherweise waren wir auch so schlau, dass wir die Stühle eingepackt hatten. Als der Regen ganz aufhörte, machten wir voller Optimismus das Grillfeuer an. Als die Glut bereit war, toste wieder ein Gewitter über uns her. Wir spannten unseren Sonnenschutz auf und nahmen unsere Gasflaschen hervor. Letztendlich schafften wir es so, unser Essen aufzubereiten und halbwegs trocken zu essen. Gemütlich ist aber anders.
Kgalagadi
Morning Game Drive
Kgalagadi
Afternoon Game Drive
Mata Mata
Wieder waren wir pünktlich zur Toröffnung am Gate und fuhren in den Park hinein. Wir nahmen den Weg ins Auobtal. Wir sahen recht viele verschiedene Tiere und Vögel. Den Preditor oft he Day trafen wir kurz vor Auchterlonie. Dort lag ein Gepard. Als er aufstand, um sich in den Schatten zu begeben, sahen wir, dass der Gepard einige Verletzungen hatte. An mehreren Stellen war das Fell weg. Das musste wohl wegen eines Kampfes mit einem Löwen oider Leoparden passiert sein. Wir fuhren weiter und nahmen die untere Dünenstrasse nach Kij Kij. Dort war überall Wasser. Es war ein Höllenlärm und wir fanden heraus, dass es Frösche waren. Zu tausenden quakten die herum. Wir fuhren weiter nach Melkvlei. Über weite Strecken war das Flussbett voller Wasser. Das kommt nur selten vor. In Melkvlei frühstückten wir. Wir fuhren dann weiter Richtung Nossob, um auf der oberen Dünenstrasse zurück ins Auobtal zu gelangen. In Kamqua machten wir einen Halt. Auf unserem Platz hatte es etwa vier Mäuse, die immer wieder hervorlugten und uns gut unterhielten. Die Fahrt bis zum Camp Mata Mata zog sich und wir kamen da erst um drei Uhr an. Wir suchten eine Campsite und ergatterten einen Platz direkt am Zaun. Eigentlich war da kein Platz mehr frei, aber dank unseren lieben Nachbarn, die auch nur wenig Platz brauchten, durften wir stehenbleiben. Am Abend machten wir noch einen kurzen Gamedrive. Auf der Rückfahrt sahen wir, wie eine Cape Cobra und ein Goshawk ein Tier jagten. Wir konnten nicht genau erkennen, um was für einen Nager es sich handelte. Gewonnen hat der Raubvogel. Trotz der Schlangenphobie von Kathrin schauten wir dem Happening zu. Es hatte einige Gewitterzellen, doch wir hatten Glück. Über uns war der Himmel klar, vor uns sahen wir es Blitzen und hörten es donnern.
Kgalagadi
Auob-Valley between Twee Rivieren and Auchterlonie
Kgalagadi
Wasser im Nossob River
Als wir über die untere Dünenstrasse ins Nossob Valley einbogen, stellten wir erstaunt fest, dass es im Flussbett Wasser hatte. Eigentlich ist der Nossob ein Trockenfluss, der nur sehr selten Wasser führt. Schuld daran waren die heftigen Gewitter der letzten Tage. Statt Löwengebrüll hörten wir dem lauten Konzert von abertausenden von Fröschen zu.
Kgalagadi
Nossob Valley between Kij Kij and Dikbaardskolk
Kgalagadi
Mice at Kamqua Picnicsite
Kgalagadi
Auob Valley between Kamqua and Mata Mata
Kgalagadi
Eine Kapkobra auf der Jagd
Auf dem Abend Game Drive von Mata Mata wurden wir Zeugen einer spektakulären Jagdszene. Eine Kapkobra war auf der Jagd und suchte die Erdlöcher nach Beute ab. Dabei wurde sie von einem Singhabicht beobachtet. Die Schlange witterte ein Nagetier in einem der Erdlöcher und kroch in das Loch. Das Nagetier, es könnte eine Kalahari Rennmaus (Kalahari Gerbil) gewesen sein, flüchtete aus einem zweiten Eingang der Höhle - genau in die Krallen des Singhabichts.
Kgalagadi
Campsite Mata Mata
Kgalagadi
Auob Valley between Mata Mata and Kamqua
Nossob
Wir waren wieder früh unterwegs. Wir wurden langsam nervös, weil wir noch keine Löwen gesehen hatten. Das änderte sich auch auf dem Weg nach Kamqua nicht. Wir sahen keine Löwen. Dafür hatten wir schöne Sichtungen von Cape Foxes. Auch Giraffen sahen wir erstaunlich viele. Wir frühstückten in Kamqua. Die Mäuse unterhielten uns dabei wieder. Dann nahmen wir die Dünenstrasse ins Nossobtal. Dort fuhren wir direkt weiter Richtung Nossob. Über ganze Abschnitte war die Strasse voller Wasser. Es war unglaublich, wie es hier gewittert haben muss. Wir kamen um die Mittagszeit in Nossob an. Wir mussten noch warten, bis unser Häuschen bereit war. Unterdessen assen wir zu Mittag und tankten. Um zwei Uhr durften wir unser Häschen beziehen. Das war tiptop. Dann starteten wir unseren Abendgamedrive. Wir wussten, dass bei Kwang eine sterbende Löwin lag. Das war wirklich ein trauriger Anblick, gehört aber dazu. Wir fuhren weiter zum Wasserloch Bedinkt. Wir schauten nach Löwen aus, die am Morgen hier gesichtet wurden. Kathrin zeichnete sich einmal mehr als super Spotterin aus. Nur eine Tatze war durch das Gras zu sehen. Aber da lag ohne alle Zweifel ein grosses Löwenmännchen. Also stellten wir uns hin. Wir waren erstaunlicherweise das einzige Auto. Es kam noch ein holländisches Paar. Die hätten den Löwen nicht gesehen. Wir sagten es ihnen, doch sie zeigten erstaunlich wenig Interesse und fuhren weiter. Es dauerte nicht lange, da bewegte sich der Löwe. Wir waren in vollem Elan. Plötzlich stand er auf und lief los. Er markierte einige Büsche, trank aus einer Pfütze und lief auf die Strasse Richtung Kwang. Dort platzierte er einen riesigen Haufen mitten auf die Strasse. Dann lief er los. Wir tuckerten hinter dem Löwen her. Dann kam uns ein Auto entgegen und wir dachten, jetzt wäre die Sichtung vorbei. Sie liessen den Löwen an sich vorbei laufen und fuhren dann auch an uns vorbei. Als der Löwe ganz am Rande lief, ergriffen wir die Chance und überholten ihn. Wir drehten das Auto und der Löwe kam nun auf uns zu. Ich fuhr über mehrere Kilometer Rückwärts. Vor uns war der Löwe. Es war fantastisch. Nachj einiger Zeit kam wieder ein Auto und wir liessen den Löwen passieren. Der drehte hinter uns ab und verliess die Strasse. Nun hatten wir unsere Löwensichtung. Wir waren ganz gerührt. So fuhren wir zurück ins Camp. Wir bereiteten ein leckeres Abendessen vor. Am Mittag waren wir mit einem deutschen Paar ins Gespräch gekommen und als sie nun an unserer Terrasse vorbei liefen, luden wir sie spontan zu einem Glas Wein ein. Wir hatten einen netten Abend zusammen.
Kgalagadi
Cape Foxes near Veertiende Boorgat
Kgalagadi
Mice at Kamqua Picnicsite
Kgalagadi
Nossob Valley between Dikbaardskolk and Nossob
Kgalagadi
Nossob Hide
Kgalagadi
Nossob Valley between Nossob and Bedinkt
Kgalagadi
Lion at Bedinkt Waterhole
Kalahari-Löwen
Kalahari-Löwen leben in der Kalahari-Wüste und den angrenzenden Savannengebieten im südlichen Afrika, vor allem in Botswana, Namibia und Südafrika. Sie gehören zur Art des Afrikanischen Löwen, haben sich jedoch an die extremen Bedingungen dieser trockenen Region angepasst.
Die Kalahari ist geprägt von Hitze, Trockenheit und großen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht. Kalahari-Löwen haben gelernt, mit wenig Wasser auszukommen und legen oft weite Strecken auf der Suche nach Beute zurück. Sie jagen vor allem nachts oder in den frühen Morgenstunden, wenn es kühler ist. Zu ihrer Beute zählen unter anderem Oryx-Antilopen, Springböcke, Gnus und gelegentlich auch Giraffen.
Charakteristisch für Kalahari-Löwen ist ihr oft kräftiger Körperbau und bei den Männchen eine besonders dunkle, dichte Mähne, die sie vor Verletzungen und starken Temperaturschwankungen schützt. Diese dunkle Mähne gilt zudem als Zeichen von Stärke und spielt eine Rolle bei der Partnerwahl.
Sozial leben Kalahari-Löwen in Rudeln, die meist kleiner sind als die Löwenrudel in wasserreicheren Regionen. Die Löwinnen übernehmen hauptsächlich die Jagd und die Versorgung der Jungen, während die Männchen das Revier verteidigen.
Kalahari-Löwen sind ein wichtiges Glied im Ökosystem der Wüste, da sie die Bestände großer Pflanzenfresser regulieren. Trotz ihrer Anpassungsfähigkeit sind sie durch Lebensraumverlust und Konflikte mit Menschen bedroht. Schutzgebiete wie der Kgalagadi Transfrontier Park spielen daher eine zentrale Rolle für ihr Überleben.
Bitterpan
Pünktlich zur Toröffnungszeit waren wir bereit und fuhren los. Wir nahmen wieder den Weg Richtung Norden. Wir hatten weniger Glück mit Tiersichtungen. Vom Löwenmännchen fehlte jede Spur. Wir sahen nur zwei Löwen Weibchen in grosser Distanz, die sich in die Büsche verzogen. Auf der Picnicsite Lijersdraai frühstückten wir. Dann fuhren wir wieder zurück nach Nossob. Dort schrieben wir uns für den Weg nach Bitterpan ein. Das war ein schöner Trail quer durch die roten Dünen. Beim Wasserloch Klein Stofpan assen wir etwas zu Mittag. Um zwei Uhr kamen wir in Bitterpan ein. Wir bekamen unser Häuschen zugewiesen. Schnell kamen wir mit den anderen Gästen ins Gespräch. Mit uns war da ein schweizerisch-südafrikanisches Paar, mit denen wir uns auf schweizerdeutsch untzerhalten konnten, ein älteres südafrikanisches Paar und eine allein reisende Deutsche, die schon lange in Südafrika lebte. Das Häuschen und die Aussicht auf die Pfanne war wunderbar. Wir setzten uns hin und warteten ab. Es aber nichts. Kein Tier war zu sehen. Das blieb auch am Abend so und auch über die Nacht war nichts zu sehen. Es nützte nichts, trübsal zu blasen. Wir hatten zusammen einen sehr gemütlichen Abend und eine gute Zeit.
Kgalagadi
Nossob Valley between Nossob and Lijersdraai
Kgalagadi
Bitterpan
Kalahari Tented Camp
Auch am Morgen war tiertechnisch nicht viel zu sehen. Nur ein paar Oryx bewegten sich in der Pfanne. Wir frühstückten und fuhren los. Wir waren unsicher, was wir machen sollten. Aus dem Park fahren und die lange Fahrt nach Kapstadt in drei statt zwei Fahrtagen aufteilen oder noch bleiben und ins Tented Camp zu fahren. Wir fuhren erstmal Richtung Twee Rivieren. Beim Wasserloch Kamfersboom trafen wir auf Martin Bacsak. Er ist Fotograf und viel im Kgalagadi unterwegs. Wir hatten ihn schon 2018 und 2022 getroffen. Mit ihm zu reden ist immer wieder schön und interessant. Er war hier wegen dem Leoparden, den wir am ersten Abend gesehen hatten. Der lag jetzt unter einem Baum. Bevor wir uns positionieren und ein Foto machen konnte, lief er in die Dünen und verschwand schliesslich. Das motivierte uns so, dass wir beschlossen, zum Tented Camp zu fahren. Das sollte sich als die beste Entscheidung der Reise zeigen. In Kamqua assen wir zu Mittag. Die Mäuse waren auch wieder da. Beim Dertiende Boorgat passierte es. Kathrin sah ein Löwenmännchen unter einem Busch liegen. Wenige Minuten später stand er auf und lief vor uns durch. Er trank Wasser aus einer Pfütze auf dem Weg und legte sich auf der Hauptstrasse in den Schatten eines Busches. Das war ein wunderbares erlebnis. Wir liessen dann ein Auto vor uns, damit sie den Löwen sehen konnten. Die verhielten sich aber völlig blöd. Sie fuhren ganz nahe an den Löwen heran, hängten aus dem Fenster und machten Selfies. Völlig dämlich. Wir nahmen den Umweg und fuhren weiter zum Tented Camp. Dort hatten wir das Honeymoon Tent. Das war das Zelt Nr. 1, also ganz am Rande. Der Wärter sagte uns, dass vor uns ein Löwe im Busch liegen würde. Wir konnten ihn nicht sehen, es war für uns aber klar, dass wir hierbleiben würden. Wir nahmen noch ein Bad im Pool und gingen zurück ins Zelt. Mit dem Feldstecher konnten wir dann den Löwen erkennen. Der schlief noch. Wir richteten uns ein und warteten ab. Als die Sonne unter ging, bewegte sich der Löwe. Er stand auf und lief zum Wasserloch. Dort trank er ein wenig und lief zurück. Da begann er zu brüllen. Das tönte fantastisch. Der Löwe lief weiter, genau auf unser Zelt zu. Wir blieben ruhig auf unserer Terrasse stehen. Der Löwe lief etwa zwanzig Meter an uns vorbei. Zwischen uns und dem Löwen war nichts als ein paar Büsche. Er lief auf die Düne hinter unserem Zelt und legte sich da nochmals hin. Uns kamen die Tränen, so schön war das Erlebnis. Grossartiger konnte unser letzter Abend im Park nicht sein. Wir machten uns ein leckeres Abendessen und machten es uns in unserer Honeymoon Suite bequem.
Kgalagadi
Bitterpan
Kgalagadi
Auob Valley between Auchterlonie and Kalahari Tented Camp
Kgalagadi
Lion at Dertiende Boorgat
Kgalagadi
Kalahari Tented Camp
Kgalagadi
A Lion passing by at our Tent
Nieuwoudtville
Heute galt es, möglichst viele Kilometer zurückzulegen. Wir fuhren so früh wie möglich los. Viele Tiersichtungen hatten wir nicht. Wir sahen einige Giraffen und eine einzelne Hyäne. Wir gelangten auch zu einer Löwensichtung. Es gab keinen Platz, wo wir den Löwen hätten sehen können, weshalb wir weiterfuhren. Hätten wir Zeit gehabt, hätten wir sicher gewartet. In Twee Rivieren frühstückten wir. Dann gingen wir zur Tankstelle, um unsere Pneus voll aufzupumpen und checkten aus. Es war uns schon wehmütig zu mute, weil es war nun definitiv das letzte Mal in einem afrikanischen National Park für lange Zeit. Zum Glück hatten wir so einen grossartigen Abschluss. Wir düsten Richtung Upington, wo wir tankten und etwas zu Mittag einkauften. Ohne grosse Verzögerung fuhren wir weiter. Über lange, schnurgerade Strassen durch die endlos scheinende Karoo führte uns der Weg Richtung Cederberge. Wir wechselten uns alle drei Stunden mit Fahren ab. So spulten wir gut achthundert Kilometer ab. Gegen fünf Uhr kamen wir in Nieuwoudtville an. Ich wusste, dass es hier etwas ausserhalb des Ortes einen Camping gab. Den steuerten wir an. Nach einem Telefon wurden wir eingelassen und bekamen einen der drei Plätze. Der Camping war noch nicht ganz fertig gebaut und eigentlich zu teuer. Doch wir hatten schlicht keine Lust, noch weiter zu fahren. Wir richteten uns ein, kochten mit den Resten eine erstaunlich gute Spaghettisauce und gingen dann schlafen.
Kgalagadi
Auob Valley between Tented Camp and Twee Rivieren
Nieuwoudtville
Starwors Village Campsite
Tulbagh
Wir waren nicht im Stress. Wir liessen uns von der Sonne wecken und frühstückten gemütlich. Der Himmel war etwas bedeckt. Wir fuhren los und standen bald schon am Aussichtspunkt des Van Rhyns Pas. Von hier aus hatten wir einen schönen Ausblick auf die siebenhundert Meter tiefer gelegene Ebene. Die Küste konnten wir nicht erkennen. Es war nicht mehr weit bis zur N7, auf die wir einbogen und Richtung Kapstadt fuhren. Entlang der Schnellstrasse hatte es viele Weingütter und Zitrusplantagen, später dann auch einfach Heu- und Getreidefelder. Um zwölf Uhr waren wir in Tulbagh. Wir wollten in ein Restaurant. Ich stellte mich dann blöd an und verlegte die Speicherkarten der Fotoapparate. Da wurde ich ganz unruhig und wir fuhren zuerst zu unserer Unterkunft, um die Dinger zu suchen. Wir fanden sie und die Welt war wieder in Ordnung. Auf dem Weingut Montpellier bekamen wir nichts zu essen, also fuhren wir zurück nach Tulbagh, wo wir den zweiten Versuch im Restaurant machten. Wir assen herrlich Crevetten nach Mozambique-Art. Hinter dem Restaurant war die Kerkstraat mit ihren Kapholländischen Häusern. Wir liefen die Strasse ab. Dann begaben wir uns zu unserer Unterkunft, das Duikersdrift Winelands Country Escape. Da hatten wir ein Häuschen reserviert. Die Anlage war ausserordentlich schön, auch unser Häuschen und der Pool. Hier verbrachten wir den Nachmittag. Zum Abendessen gingen wir ins Restaurant, das unmittelbar neben der Unterkunft lag. Hier wurde perfektes italienisches Essen angeboten. Auch wenn wir praktisch die einzigen Gäste waren, fanden wir es ganz gemütlich.
Nieuwoudtville
Van Rhyns Pas
Tulbagh
Kerkstraat
Tulbagh
Duikersdrift Winelands Country Escape
Tulbagh
Birding at Duikersdrift
Cape Town & Heimreise
Nun mussten wir definitiv unsere Heimreise antreten. Früh packten wir alles zusammen und fuhren nach Tulbagh in unser Restaurant. Die öffneten schon um sieben Uhr. Hier bekamen wir ein perfektes Frühstück reserviert. Wir fuhren dann gleich weiter Richtung Bainskloof Pass. Das war eine schöne Route über die Berge nach Paarl. Dort nahmen wir die Autobahn, um ins Zentrum von Cape Town zu fahren. Einen Programmpunkt wollten wir unbedingt noch abhaken, nämlich Austern Essen. Wir wussten von unserem Aufenthalt 2022, dass es an der Waterfront Austern gab. Jetzt setzten wir alles daran, dass wir dort zumindest ein paar Austern kriegen konnten. Wir fanden einen Parkplatz unmittelbar bei der Waterfront und schon waren wir da. Wir waren sogar etwas zu früh, denn die Restaurants und Bars mit Austern öffneten erst um elf Uhr. Also drehten wir eine Runde, bis es soweit war und Austern angeboten wurden. Wir waren happy, dass das geklappt hatte. Unsere Zeit reichte sogar noch, um auf den Aussichtspunkt mit Blick auf Tafelberg und Stadt zu fahren. Dann mussten wir definitiv Bushlore ansteuern. Wir gaben unser Auto ab und wurden zum Flugplatz chauffiert. Wir checkten ein für den Flug nach Johannesburg. Wir hofften, dass wir keine Verspätung hatten, denn wir hatten in Johannesburg nicht sehr viel Zeit zum Umsteigen. Doch in Johannesburg war die Schlange für durch die Kontrolle nur klein und so schafften wir es problemlos ohne Stress. Mit Swiss flogen wir zurück in die Schweiz, wo wir kurz nach sechs Uhr in der früh landeten. Um halb Zehn waren wir zu Hause in unserem trauten Heim.




































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































