INDIEN
24.12.2013 - 26.02.2014
EPISODE 2
DEKKAN-SULTANATE
Reiseverlauf
Von Chennai flog ich nach Bangalore. Da startete ich mein neues Abenteuer. Bei Avis hatte ich ein Auto reserviert. In einer besseren Holzbude war das Büro. Dort wurde mir das Auto ausgehändigt und ich wurde in den chaotischen Verkehr gelassen. Ohne Handy-Navi wäre ich hoffnungslos verloren gewesen. Ich zirkelte durch die Millionenstadt und wurde auf die Autobahn gelotst, die nach Norden führte. Die erste Nacht verbrachte ich in Lepakshi. Am Abend reichte es noch für einen kurzen Besuch des Tempels. Das Hotel war sehr einfach, aber ich verbrachte eine gute Nacht.
Tags darauf besuchte ich am Morgen nochmals den wirklich sehenswerten Tempel. Dann ging es über recht gute Strassen nach Gandikota. Dort tauchte ich erstmals in die islamischen Denkmäler des Dekkan-Plateaus ab. In Europa ist dieser Ort komplett unbekannt und ich war ein absoluter Exot. Die indischen Touristen hatten Freude und ich musste auf hunderte von Fotos. Die alte Freitagsmoschee war ganz nach meinem Geschmack. Gleich vor dem Eingangstor in den Museumsbereich fand ich eine gute Unterkunft, wo ich auch lecker essen konnte. Am nächsten Morgen besuchte ich nochmals die Ruinenstadt, besichtigte die Stadtmauer und watschelte durch das Gebüsch zu Überresten kleiner Moscheen. Dann nahm ich die längere Autofahrt nach Hyderabad unter die Räder. Die Fahrt bis ins Zentrum der Millionenstadt war abenteuerlich, machte gleichzeitig aber auch Spass, weil Verkehrsregeln nicht gelten. Ich fand ein gutes Hotel, wo ich zwei Nächte blieb.
In Hyderabad besuchte ich das alte Fort und die Gräberstadt der Qutub Shahi Herrscher. Am späteren Nachmittag besuchte ich das Charminar, das Wahrzeichen von Hyderabad im Stadtzentrum. Da war Markt und ein grosses Gewusel von Menschen und Tuktuks. Am nächsten Tag besichtigte ich noch den Palast mitten in der Stadt.
Es wurde Zeit um Hyderabad zu verlassen. Das nächste Ziel war die kleine Stadt Bidar. Wenn ich hier klein sage, dann sind das in Indien immer noch mehrere Hunderttausend Einwohner. Bidar ist bekannt für seine islamischen Denkmäler, denn hier hatte vor Tausend Jahren ein Sultanat seine Hauptstadt. Das Fort war leider wegen Renovationsarbeiten nur eingeschränkt zugänglich. Doch die Grabbauten in der Umgebung waren sehr eindrücklich und sehr schön.
Von Bidar fuhr ich weiter nach Gulbarga. Diese Stadt birgt eine der wichtigsten Moscheebauten des indischen Subkontinents. Doch die Anlage war in einem recht schlechten Zustand. Trotzdem war die Baukunst gut sichtbar.
In Bijapur, der nächsten alten Sultansstadt, kam ich voll auf meine Kosten. Die Freitagsmoschee war sehr schön restauriert und gut im Schuss. Sehr beeindruckend war auch das Gol Gumbad, einem riesigen Grabbau mit einer enormen Kuppel. Auch dieses Bauwerk kennt in Europa kaum jemand. Ich hatte viel recherchiert und so gelangte ich noch zu vielen alten Moscheen, Palastbauten und Grabmälern.
Nachdem ich mich nun einige Zeit mit den Denkmälern der Dekkan-Sultanate beschäftigt hatte, ging die Reise wieder in südliche Richtung, wo ich mir die Tempelbauten einiger ehemaliger hinduistischer Dynastien bestaunen wollte.

Lepakshi
Nandi-Bull
Veerabhadra Temple
Veerabhadra Temple
Paintings
Veerabhadra Temple
Nagalinga
Veerabhadra Temple
Kalyana Mandapa
Dekkan-Sultanate
Die Dekkan-Sultanate waren fünf mittelalterliche indische Königreiche auf dem Dekkan-Plateau, die von muslimischen Dynastien regiert wurden. Die Dekkan-Sultanate bekämpften sich oft gegenseitig, bildeten aber auch strategische Allianzen.
Gulbarga, Bidar, Bijapur und Golconda (Hyderabad) waren wichtige Zentren der Dekkan-Sultanate und beherbergen viele repräsentative Monumente. Die Architektur der Dekkan-Sultanate ist eine einzigartige Verschmelzung indo-islamischer Bauweisen mit indischen Traditionen und persisch-zentralasiatischen Einflüssen. Charakteristisch sind neben monumentalen Gräbern und Festungen auch Paläste, Moscheen und Gärten.











































































































































































































































































































































































































































































































































