OMAN
25.12.2011 - 08.01.2012
EPISODE 2
Reiseverlauf
Den Jahreswechsel 2011 - 2012 verbrachte ich mit einer Reise durch den Oman und die Vereinigten Arabischen Emirate. Zuerst besuchte ich die berühmten Forts in der Küstenregion. Dann querte ich zwei Mal das Hadjar-Gebirge, wo ich einige Offroad-Routen bewältigte. Anschliessend fuhr ich nach Al-Ain in den Emiraten. Die Zeit reichte für einen Abstecher in die Oase Liwa aus, wo ich einige Forts besuchte. Dann ging ich zurück in den Oman, wo ich mit Umwegen zurück nach Muscat tuckerte.

Fahrt von Al-Ain nach Ibri
Fort Hafeet
Fort Abu Silah
Fort Mamoon
Fort Ibri
Hafeet- & Umm-al-Nar Periode
Die omanische Frühgeschichte wird anhand von Grabfunden in Perioden unterteilt, die nach den Fundstellen der Gräber benannt wurden. Aufgrund der politischen Situation und Isolierung des Landes konnte mit syste matischen Forschungen erst in den 1970er Jahren begonnen werden.
Erste nennenswerte Funde lassen sich der Hafeet-Periode zuordnen, die man auf die Zeit zwischen 3000 und 2700 v.Chr. datiert. Im Bereich des Jebel Hafeet bei Buraimi fand man so genannte Bienenkorbgräber, aus Bruch-steinen aufgeschichtete Kuppelbauten auf rundem Grundriss. In den Gräbern entdeckte Töpferwaren aus Mesopotanien bezeugen die frühen Handels-kontakte zwischen der Golfregion und dem Zweistromland.
Geschichtlich wie archäologisch sehr interessant ist die unmittelbar nachfolgende Periode, die Umm al Narr Kultur, die ebenfalls zur Kupferzeit gerechnet wird und zwischen 2700 und 2000 v.Chr. datiert wird. Sie ist nach der Insel Umm al Nar bei Abu Dhabi benannt. Die Bauten der Umm al Nar Kultur sind die grössten und schönsten Grabbauten der Golfregion und wurden aus sorgfältig behauenen Steinen errichtet. Typisch für sie sind eine runde Form und ein Boden aus Steinplatten. Ob sie nach oben offen waren oder eine Kuppel trugen, ist noch unklar, da man bisher noch kein komplett erhaltenes Grab entdeckt hat. Der Innenraum wurde durch Mauern aus Stein in mehrere kleine Räume unterteilt. Der Eingang konnte jederzeit wieder geöffnet werden, da die Gräber für Kollektivbestattungen über einen langen Zeitraum genutzt wurden. Die wichtigsten Fundorte aus dieser Zeit sind Bat bei Ibri und Hili bei Al Ain.
Bat & Al-Ayn Tombs
Bat Tombs
Al-Ayn Tombs
Bahla
Wadi Damm Al Ayn
Fort Bahla
Fort Al-Jabreen
Weg zum Jebel Shams
Misfat al Abriyyin
Wadi Qiyut
Tanuf Ruins
Ghul
Jebel Shams Viewpoint
Jebel Shams Balcony Walk
Nizwa
Fort Nizwa
Viehmarkt
Der Viehmarkt von Nizwa gehört zu den eindrucksvollsten und lebendigsten Orten im Oman. Jeden Freitagmorgen versammeln sich hier Händler, Bauern und Käufer aus der ganzen Region, um Ziegen, Schafe, Rinder und manchmal auch Kamele zu handeln. Schon in den frühen Morgenstunden füllt sich der Platz mit Stimmengewirr, dem Blöken der Tiere und dem Duft von Staub, Leder und Kaffee – eine Atmosphäre, die tief in der jahrhundertealten Tradition des Landes verwurzelt ist.
Der Markt findet in unmittelbarer Nähe der historischen Festung von Nizwa statt, was ihm eine besonders authentische Kulisse verleiht. In einem großen, runden Areal führen die Verkäufer ihre Tiere im Kreis, während Interessenten aufmerksam beobachten, verhandeln und begutachten. Dabei geht es nicht nur um den Preis, sondern auch um Qualität, Gesundheit und Herkunft der Tiere – Wissen, das oft über Generationen weitergegeben wurde.
Der Viehmarkt ist weit mehr als ein Ort des Handels. Er ist ein sozialer Treffpunkt, an dem Neuigkeiten ausgetauscht, Beziehungen gepflegt und Traditionen lebendig gehalten werden.

















































































































































































































































































































































































































































































