SÜDAFRIKA
Reiseverlauf Teil 3
Afrikareise 2022
11.10. - 30.10.2022

Kgalakgadi Transfrontier Park
Mata Mata
Von Bagatelle aus machten wir uns auf Richtung Mata Mata im Kgalakgadi Transfrontier Park. Die fahrt bis dahin fürte uns durch die Dünen der Kalahari. In Mata Mata reisten wir aus Namibia aus, aber noch nicht in Südafrika ein. Unmittelbar hinter der Grenze ist das Camp. Für die erste Nacht hatten wir ein Häuschen. Das bezogen wir und machten an diesem Tag nichts mehr, ausser dass wir ganz viele Foto- und Videodaten sicherten.
Am nächsten Tag verliessen wir unser Bungalow. Voller Erwartungen starteten wir den ersten Gamedrive. Viel schneller als erwartet, kamen wir zur Picnicsite Kamqua. Wir hatten kaum Tiersichtungen. Das änderte sich wenig auf der Rückfahrt und auf dem Abend-Gamedrive. In den Gesprächen mit anderen Parkbesuchern werfuhren wir, dass es nicht nur uns so ging. Es machte den Eindruck, dass zur Zeit wenig Tiere im Auob-Tal waren. Uns wurde bewusst, dass es mit guten Katzensichtungen schwierig werden würde. Die zweite Nacht verbrachten wir auf dem Campingplatz von Mata Mata.
Kgalakgadi Transfrontier Park
Kieliekrankie
Von Mata Mata wechselten wir für drei Nächte nach Kieliekrankie. Am morgen früh sahen wir Löwen, die sich schnell in die Sanddünen zurückzogen. Wir fuhren dann bis nach Twee Rivieren, wo wir offiziell nach Südafrika einreisten. Dann ging es in unser neues Camp. Kieliekrankie ist eines der bekannten Wilderness Camps auf südafrikanischer Seite und hat vier Bungalows. Die Aussicht von der Terrasse war super. Wir machten am Abend nochmals eine Runde, doch Tiersichtungen waren Mangelware. Höhepunkt war, dass wir am Wegrand in einer Baumgabel eine Wildkatze sahen. Auch am zweiten Tag waren Höhepunkte eher dünn gesäht. Erstmals sahen wir einen Cape Fox und eine Cape Cobra. Kathrin konnte sogar hinsehen, ohne auszuflippen. Am dritten Tag trafen wir gleich am Morgen auf eine Leopardin mit zwei Jungen. Allerdings waren sie nur für Sekunden zu sehen. Sonst konnten wir kaum Tiere erspähen. So werden die Tage lang. Am Abend fuhren wir nochmals zum Spot mit der Leopardin. Und tatsächlich war die Mama-Leopardin und die zwei Jungen zu sehen. Pech, dass das Licht brutal schlecht war und im gleissenden Gegenlicht kaum Fotos machbar waren. Doch immerhin hatten wir einen Leoparden gesehen.
Kgalakgadi Transfrontier Park
Nossob
Am nächsten Tag verliessen wir Kieliekrankie. Über die obere Dünenstrasse wechselten wir ins Nossob-Tal. Auf dem Weg nichts neues. Wir erlebten kaum Tiersichtungen. Wir fuhren nach Nossob und checkten auf dem Campingplatz ein. Während dem Abend-Gamedrive kam Frustration auf. Nicht genug, dass wir kaum Tiere sahen, die Strassen waren derart wellblechig, dass es uns beim Fahren nur so durchschüttelte. Wir trafen auf eine Gruppe angeheiterter Südafrikaner, mit denen wir letztendlich einen lustigen Abend verbrachten.
Wir waren vorerst nur eine Nacht in Nossob. Tags darauf wechselten wir schon wieder das Camp. Wir fuhren von Nossob nach Norden. Wir trafen auf eine Cheetah. Wir waren nummer zwei, die bei der Cheetah-Sichtung weiter fuhren, und das war eine gute Entscheidung. Wenig später lag eine Löwin mitten auf der Strasse. Nur zwei Autos hatten eine gute Position und eines davon waren wir. Die Löwin unternahm einen halbherzigen Jagdversuch auf ein Gnu. Schliesslich lief die Löwin unmittelbar an unserem Auto vorbei. So nahe hatten wir noch nie einen Löwen am offenen Fenster. Im Nachhinein betrachtet war dies unsere beste Löwensichtung im Kgalakgadi Transfrontier Park.
Kgalakgadi Transfrontier Park
Gharagab
Wir fuhren bis an den Endpunkt der Parkstrasse. So kamen wir nach Union's End, dem Dreiländereck Südafrika, Namibia und Botswana. Von hier aus fuhren wir ins Gharagab Wilderness Camp, wo wir für eine Nacht gebucht hatten. Das Camp liegt wunderbar in den roten Dünen der Kalahari. Ansonsten war aber nichts los. Es hatte ausser ein paar Oryx und Springboks keine Tiere.
Der Sonnenaufgang in Gharagab war wirklich schön. Wir frühstückten und fuhren los. Der Wärter bat uns, schmutzige Wäsche nach Nossob mitzunehmen, was wir gerne machten. Die Dünenstrasse war gut zu fahren und die Landschaft war sehr sehenswert.
Kgalakgadi Transfrontier Park
Nossob
Je näher wir nach Nossob kamen, um so wellblechiger wurde die Piste und es rüttelte uns sämtliche Hirnzellen durch. Weil es auch auf dieser Fahrt keine Tiere zu sehen gab, waren wir viel zu früh in Nossob. Das Sightboard zeigte eine Löwensichtung südlich von Nossob und wir versuchten unser Glück. Tatsächlich entdeckten wir ein Löwenmännchen. Allerdings lag es fototechnisch miserabel bei einer grünen Plastiktonne. Die abendliche Ausfahrt hätten wir uns sparen können. Ausser einer nervigen Schüttlerei auf dem Wellblech sahen wir nichts. Tags darauf kam noch Nieselregen. Bei der Ausfahrt am morgen früh erblickten wir einzig eine Hyäne in grosser Distanz. Die Wellblechpiste nervte immer wie mehr und so reifte der Gedanke, den Kgalakgadi früher zu verlassen. Die Ranger in Nossob waren sehr hilfsbereit. Sie prüften die Verfügbarkeit von Campingstellplätzen im Mokala National Park und buchten für uns einen Platz.
Kgalakgadi Transfrontier Park
Rooiputs
Doch noch wollten wir nicht aufgeben. Bei Nieselregen verliessen wir Nossob. Ziel war die Rooiputs Campsite auf der botswanischen Seite des Parks. Die Fahrt war punkto Tiere nicht ergiebig. Doch das Wetter besserte sich ein wenig und in Rooiputs war es trocken. Die Laune stieg wieder, denn die Campsite ist einfach unschlagbar. Der nächste Tag war wieder frustrierend. Wir fuhren lange Strecken ohne Sichtungen. Es wurde zunehmend schwieriger, die Motivation aufrecht zu erhalten. Zu den Tageshöhepunkten gehörten die Gespräche und Begegnungen mit Martin Bacsak. Er gehört praktisch zum Inventar im Kgalakgadi und seine Informationen waren für uns sehr spannend. Am zweiten Tag hatten wir dann Glück. Bei Melkvlei trafen wir auf eine Cheetah. Das war eine richtig gute Sichtung und wichtig für unser Befinden. Am Nachmittag fuhren wir ein letztes Mal durch das Auob Tal. Die Tiere konnten wir an einer Hand abzählen. Zum Glück war die Campsite von Rooiputs so cool. Wir genossen diese sehr. Unser letzter Morgen im Kgalakgadi war angebrochen. Wir fuhren Richtung Melkvlei, sahen aber nichts. Auf der Rückfahrt waren dann am Wasserloch Kij Kij zwei schöne Löwenmännchen. Wahrscheinlich waren es die zwei, die wir in der Nacht gehört hatten. Diese Sichtung war für uns enorm wertvoll. So konnbten wir den Park mit einem positiven Gefühl und guter Laune verlassen.
Kheis Riverside Lodge
Nach der Löwenbegegnung am Kij Kij Wasserloch war für uns die Sachlage klar. Mit diesem schönen Gefühl wollten wir den Park verlassen. Bei Twee Rivieren verliessen wir den Kgalakgadi Transfrontier Park und bogen wir auf die Hauptstrasse nach Upington. Die Strecke ist 250 Kilometer Lang und hat lange schnurgerade Abschnitte und kaum Verkehr. So kamen wir zügig nach Upington, wo wir die grosse Einkaufsmall ansteuerten. Wir konnten hier alles einkaufen, was unser Herz begehrte, nur eine SIM-Karte wollte uns niemand verkaufen. Wir wollten noch Strecke machen und fuhren weiter. Der Weg führte dem Oranje Rivier entlang und war angenehm zu fahren. Gegen fünf Uhr sahen wir das Schild der Kheis Riverside Lodge, wo es einen Camping gab. Wir wurden nett empfangen und bekamen einen schönen Platz direkt am Oranje. Uns gefiel es sehr. Wir waren positiv gestimmt und freuten uns auf den Mokala National Park.
Mokala National Park
Wie immer schliefen wir nicht aus, sondern waren kurz nach Sonnenaufgang bereit, in den Tag zu starten. Wir frühstückten und fuhren los. Die Strassen waren gut und nach etwa drei Stunden waren wir in Kimberley, wo wir nochmals versuchten, eine SIM-Karte zu kaufen. Doch irgendwie wollte das nicht klappen. Wir begriffen nicht wirklich, wo das Problem lag. Alle wollten eine Aufenthaltsgenehmigung sehen, die wir so natürlich nicht hatten. Unverrichteter Dinge nahmen wir den Weg zum Mokala National Park in Angriff. Das war nicht weit und wir checkten ein. Die Campsite war sehr schön und hatte ein separates Häuschen mit Dusche, WC und Kochnische für jeden Stellplatz. Das sollte sich als glücklicher Umstand erweisen. Am Nachmittag gingen wir zum Bird Hide, der wirklich schön war. Der Himmel zog sich immer mehr mit dicken, schwarzen Gewitterwolken. Wir schafften es noch trocken bis ins Camp, wo wir das Dachzelt aufstellten. Blitz und Donner kamen immer näher und nicht lange später zog ein Gewitter über unsere Köpfe, wie wir es noch nie erlebt hatten. Es donnerte, blitzte und regnete in schier biblischen Ausmassen. Zum Glück konnten wir in unserem Häuschen unterstehen, kochen und essen. Dann legte sich das Gewitter und wir konnten den Unterstand verlassen. Wir waren überzeugt, dass wir unmöglich trocken schlafen könnten. Doch unser Dachzelt hatte sich wunderbar gehalten und alles war einigermassen trocken.
Wir erlebten zwei schöne Tage im Mokala National Park. Die Landschaft war wunderbar. Die Loops waren interessant und wir sahen viele Antilopen und Vogelarten. Dass es hier keine grossen Raubtiere gab, wussten wir und vermissten wir auch nicht. Die Wege waren wegen des Regens teilweise etwas abenteuerlich zu fahren. Einmal mehr durften wir andere Parkbesucher, die im Schlamm steckengeblieben waren, helfen. Auch am zweiten Abend zog ein Gewitter über den Zeltplatz, aber nicht mehr ganz so heftig. Trotzdem waren wir froh, uns unter unseren Unterstand mit Kochnische zurückziehen zu können. Am dritten Abend konnten wir dann wieder ein Grillfeuer anzünden und herrlich draussen essen. Alles in Allem hatten wir einen tollen Aufenthalt im Mokala National Park und wir waren froh, den Park in unsere Route eingebaut zu haben.
Lilydale Gate Section
Mosu Gate Section
Mountain Zebra National Park
Der letzte Morgen im Mokala National Park erlebten wir mit strahlend blauem Himmel. Wir drehten eine letzte kleine Runde, bevor wir die viele hundert Kilometer lange Fahrt zum Mountain Zebra National Park in Angriff nahmen. Die Strassen führten quer durch die Great Karoo. Wir hörten Hörbücher und so war es gar nicht langweilig. In Middelburg fanden wir ein gutes Restaurant, wo wir auf der Terrasse ein leckeres Mittagsessen zu uns nahmen. Die Fahrt war wirklich lang, doch wir kamen am Abend wohlbehalten im Mountain Zebra National Park an. Dort stellten wir uns auf dem Campingplatz auf und hatten einen wunderbaren Stellplatz. Nach der langen Fahrt war nur noch faulenzen angesagt.
Am nächsten Morgen meldeten wir uns beim Ranger an. Im Mountain Zebra National Park wurde ein Cheetah Tracking angeboten. Dabei geht man begleitet von einem Ranger zu Fuss bis zu einem Geparden. So ein Cheetah Tracking konnten wir bei unserer Ankunft noch buchen. Unser Ranger war Andrew. Nur wir zwei waren gebucht. Das war natürlich schön. Mit seinem Jeep fuhr er in den Park und suchte nach einem Geparden. Dabei musste er das Peilgerät gebrauchen. So gelang es uns, eine Gepardin ausfindig zu machen. Wir stellten das Fahrzeug mitten im Busch ab und liefen zu Fuss weiter. Schliesslich erspähten wir die Gepardin unter einem Baum. Wir konnten uns bis auf wenige Meter nähern. Das war ein sehr aufregendes Gefühl, so nahe an einer grossen Raubkatze zu sein. Wir durften etwa zwnzig Minuten bei der Cheetah bleiben, dann zogen wir uns zurück. Für uns hatte sich das Abenteuer gelohnt. Dann machten wir erstmal nichts und hockten auf unserer Campsite. Der Himmel zog sich am Nachmittag etwas zu. Wir entschieden, nur eine kurze Ausfahrt zu machen. Es blieb aber trocken und wir konnten ein herrliches Grillfeuerabendessen zubereiten.
Am nächsten Morgen war es anfänglich etwas neblig und wir warteten, bis wir losfuhren. Der Nebel verzog sich langsam und wir machten den Kranskoploop. Dieser Loop ist vorallem landschaftlich schön. Da es hier schon geregnet hatte, war es erstaunlich grün, was vunser Auge erfreute. Wir hörten dann, dass Löwen gesichtet wurden. Doch wir waren nicht erfolgreich. Wir genossen das schöne, warme Wetter am neuen Swimming-Pool. Dann gingen wir noch auf einen Gamedrive. Wir sahen Bergzebras, Blesbok und Erdmännchen. Und dann hatten wir Glück. Wir sahen eines der Löwenmännchen bei einem Busch liegen. Wenig später bewegte er sich ins hohe Gras und legte sich dort hin und war nicht mehr zu sehen. Das machte nichts, denn wir mussten zurück ins Camp. Wir hatten gelesen, dass die Night-Gamedrives im Mountain Zebra National Park sehr gut sein sollten und hatten darum auch diesen gebucht. Die Fahrt war sehr cool. Wir sahen viele Springhasen, ein Nashorn, das andere Löwenmännchen und schliesslich unser erstes Aardvark. Fototechnisch müssen wir die Nachtfahrt als Übungsstunde abbuchen. Erst ganz gegen Schluss fanden wir die richtigen Einstellungen. Wir warenb aber sehr glücklich, hatten wir den Nightdrive gemacht. So wurde unser Aufenthalt im Mountain Zebra National Park ein wunderbares Erlebnis und ein echter Höhepunkt unserer Reise.
Kranskop Loop
Cheetah Tracking
Die weiten Landschaften der Karoo Halbwüste ist eigentlich der natürliche Lebensraum der Geparden. Hier können sie ihre Geschwindigkeit voll ausnützen, wenn sie auf die Jagd auf Springböcke gehen. Doch die Geparden sind stark bedroht. Die rücksichtslose Jagd und der Verlust von Lebensraum führten dazu, dass die Zahl der Tiere stark reduziert wurde und auch heute noch weiter abnimmt. Im Mountain Zebra National Park wurden sechs Geparden wieder angesiedelt. Sie leben hier absolut frei, werden jedoch zu Forschungszwecken mit Peilsendern ausgestattet. Dies machen sich die Ranger und der Park zu Nutzen und bieten ein Cheetah Tracking an. Zu Fuss und mit Peilsender wird nach den Tiueren gesucht und Besucher nahe an die Tiere herangeführt. Mit dem Ranger Andrew haben wir das Cheetah Tracking gemacht und viel über die Anstrengungen zum Schutz der Geparden erfahren, die im Nationalpark vorgenommen werden.
Rooiplaat Loop
Ubejane Loop
Night Drive
Addo Elephant National Park
Wir verliessen den Mountain Zebra National Park und fuhren Richtung Küste. Das Wetter war nur mittelprächtig. In Cradock versuchten wir, etwas einzukaufen, was nicht gut möglich war. Ohne weitere Umwege steuerten wir den Addo Elephant National Park an. Bevor wir eincheckten assen wir im Addo Brauhaus zu Mittag. Dann ging es in den Park. Wir waren fast ein wenig überfordert mit all den Leuten, die hier im Park waren. Wir waren das gar nicht gewohnt. Wir waren für zwei Nächte auf dem Camping des Main Camp untergebracht. Wir ergatterten dort einen der besten Plätze. Allgemein waren die Plätze klein und alle standen sehr nahe aufeinander. Unser Platz war gross und wir hatten super liebe Nachbarn. Am Abend machten wir einen Gamedrive. Das Wetter war nicht so gut. Es hatte viele Selbstfahrer, die keine Ahnung hatten, wie sich in einem Nationalpark zu verhalten. Viele fuhren viel zu schnell und waren offensichtlich ungeduldig. Wir hatten das Gefühl, dass viele auch übelgelaunt waren, warum auch immer. Als wir zurück im Camp waren ging es Kathrin nicht gut. Sie bekam einen Migräneanfall und musste sich ins Dachzelt zurück ziehen. Ich kochte etwas und kam dabei mit unseren Nachbarn ins Gespräch. Auf dem Gang zur Dusche traf ich noch das junge deutsche Pärchen, das wir im Mountain Zebra National Park kennen gelernt hatten. Auch hier blieb ich hängen. So vergingen zwei Stunden, bis ich wieder bei unserem Platz war. Kathrin ging es etwas besser und wir konnten gemeinsam zu Abend essen.
Am nächsten Tag hatten wir am Morgen einen wenig ergiebigen Gamedrive. Das Wetter war auch nur mittelprächtig. Die Laune war dann echt schlecht, als wir realisierten, dass unser Sotify und andere kostenpflichtige Apps nicht mehr funktionierten. Das hatte den Grund, dass wir die Visa sperren mussten, über die viele Abos liefen. Es dauerte ein wenig, bis alles wieder funktionierte. Am Nachmittag hatten wir einen schönen Gamedrive mit vielen Elefanten- und Büffelsichtungen. Am Abend hatten wir wieder schöne Momente mit unseren Nachbarn und es war nie langweilig. Am folgenden Tag verliessen wir den Addo Elephant National Park. Wir durchquerten den ganzen Park und hatten sogar noch einen kurzen Blick auf Löwen.
Main Camp Area
Colchester Area
Nature's Valley
Wir verliessen den Addo Elephant National Park. Wir fuhren nach Port Elisabeth, das heutige Gqeberha. Hier fanden wir sehr gute Einkaufsmöglichkeiten vor und wir füllten unsere Vorräte auf. Über die Autobahn kamen wir gut voran. Ziel war das Nature's Valley, das zum Garden Route National Park zählte. Wir kamen dort am späteren Nachmittag an. Die Stellplätze waren etwas im Wald. Offensichtlich hatten sie hier ein Problem mit Baboons. Diese waren sehr aggressiv drauf und hatten hier die Fähigkeit, Reissverschlüsse zu öffnen. Sehr zum Leidwesen von anderen Campern. Wir wurden verschont. Trotzdem entschieden wir uns, nur eine Nacht zu bleiben.
Am nächsten Morgen räumten wir unsere Sachen zusammen und fuhren ans andere Ende des Dorfes. Hier startete der Sand River Trail. Vom Strand aus verlief der Weg bergauf auf einen Aussichtspunkt über die Bucht. Dann schlängelte sich der Weg durch den Wald, bis wir zum Sand River kamen. Dort liefen wir ein wenig durch das Flussbett, bis es auf der anderen Seite hoch ging. Dort war nochmals ein sehr schöner Aussicht. Hier drehten wir um. Der Rückweg ging der Küste entlang, wo wir über die Klippen kletterten. Der Weg endete am Strand, wo wir gestartet waren. Wir setzten uns ins Restaurant und bestellten ein leckeres Mittagsessen mit Crevetten. Wir fuhren zum Groot Rivier, wo wir etwas verweilten.
Nature's Valley
Sand River Trail
Nature's Valley Beach
Grootrivier Mouth
Storms River Mouth
Dann war es Zeit, um auf die Bloukrans Bridge zu gehen. Kathrin musste unbedingt den Bungy-Sprung machen. Alles war gut organisiert. Wenig später stürzte sich Kathrin von der Brücke. Sie war enttäuscht vom Sprung. Das Tagesziel war der Campingplatz beim Sorm River Mouth im Tsitsikamma National Park. Das waren nur wenige Kilometer zu fahren. Unser Platz war direkt am Meer und wunderbar gelegen. Das Wetter war wunderbar und wir marschierten noch zu den berühmten Suspension Bridges. Zu dieser Tageszeit hatte es wenig Leute ujnd wir genossen den Spaziergang. Zurück auf dem Campingplatz machten wir uns ein Grillfeuer an, assen ein gutes Abendessen und erlebten einen schönen Sonnenuntergang.
Suspension Bridge Trail
Robberg Nature Reserve & Knysna
Wir hatten den Wetterbericht im Auge, der besagte, dass sich das Wetter am nächsten Tag kippen würde. Das noch schöne Wetter wollten wir unbedingt noch für den Hike im Robberg Nature Reserve nutzen. Also fuhren wir am Morgen vom Storms River Mouth zielstrebig nach Plettenberg und zum Parkplatz bei der Bobberg Peninsula. Wir waren früh dran und der Parkplatz noch wenig besetzt. Das änderte sich schnell. Wir machten den mittleren Loop. Der Hike war sehr schön. Wir bestaunten die Aussichten und erlebten schöne Momente. Gegen Mittag waren wir zurück auf dem Parkplatz. Wir fuhren nach Plettenberg und suchten uns ein Restaurant, wo wir etwas assen. Dann machten wir uns auf nach Knysna. Dort fuhren wir direkt zu den Aussichtspunkten der Knysna Heads. Hier genossen wir die letzten Minuten mit Sonnenschein, dann zog sich der Himmel zu. Weil regen angesagt war, wollten wir in ein Hotel in Knysna gehen. Wir übernachteten im Protea Hotel Knysna Quays, das super gelegen war und einen tollen Komfort bot. Wir reservierten uns einen Tisch im Drydock Restaurant. Dort bestellten wir wilde Knysna Oysters und die grosse Seafood Platte. Das war ein herrliches Festessen, das wir in vollen Zügen genossen.
Robberg Nature Reserve
Knysna Heads
Karoo National Park
Wegen des schlechten Wetters, das nun an der Küste aufgezogen war, verkürzten wir unseren Aufenthalt an der Garden Route. Wir waren happy, dass wir bei unseren Wanderungen so schönes Wetter hatten. Wir entschieden uns, statt an der Küste zu bleiben, in den Karoo National Park zu fahren. Der Weg führte uns über den Outeniqua Pass nach Outshoorn und von da in das Meiringspoort. Da assen wir etwas und machten den kurzen Spaziergang zum Wasserfall. Dann ging die Fahrt weiter bis in den Karoo National Park. Auf dem Campingplatz quartierten wir uns für zwei Nächte ein.
Am nächsten Tag unternahmen wir die Fahrt auf den Klipspringer Pass. Landschaftlich war der Park eine Pracht. Wir sahen einige Tiere, allerdings verpassten wir die Löwen. Dem trauerten wir nicht nach, schliesslich hatten wir auf unserer Reise schon viel Glück mit Löwensichtungen. Wir hatten uns bei der Ankunft für den Nightdrive angemeldet. Dieser war aber wenig erfolgreich. Wir sahen nicht viele Tiere. Das verdeutlichte uns, wie gut der Nightdrive im Mountain Zebra National Park war. Den Karoo National Park hatten wir ursprünglich gar nicht in unserem Programm. Jetzt waren wir froh, hatten wir den Abstecher gemacht. Dieser Park hatte wieder deutlich weniger Besucher, was uns sehr gefiel.
Main Camp Area
Klipspringerpas
Lammertjies Leegte
Swartberge
Wir liessen den Karoo National Park hinter uns. Über gute Strassen gelangten wir pünktlich zum Mittagessen in Prince Albert. Für südafrikanische Verhältnisse war Prince Albert ein gemütlicher angenehmer Ort. Wir assen etwas. Prince Albert ist der Ausgangspunkt für den landschaftlich sehr schönen Swartberg Pass. Die Passstrasse war tatsächlich spektakulär. Nur drückten die Wolken von der Schlechtwetterfront an der Küste über den Pass und machte das Fotografieren anfänglich schwierig.Doch wir hatten Glück mit einigen Schönwetterlücken und konnten die Fahrt geniessen. Oben auf dem Pass war es richtig kalt. Also verweilten wir nicht lange und fuhren weiter. Wir hatten keine Ahnung, wo wir übernachten sollten. Wir nahmen eine Backroad Richtung Carlitzdorp. Wir kamen bei der Guestfarm Redstone Hills vorbei, wo es uns gefiel. Wir fragten nach einer Unterkunft und bekamen ein wunderbares, sehr schön zurecht gemachtes Cottage. Von der Terrasse hatten wir einen schönen Ausblick auf die Felsen. Wir machten uns ein leckeres Abendessen und genossen die Annehmlichkeiten des Cottages.
Am nächsten Morgen war der Himmel immer noch stark bewölkt. So leuchteten die Felsen nicht rot. Wir fuhren los, liessen Carlitzdorp hinter uns und bogen auf die Gravel Road durch die Seweweekspoort. Die Strasse schlängelte sich durch die spektakuläre Schlucht durch die Swartberge. Je tiefer wir in die Schlucht kamen, um so besser wurde das Wetter. Wir machten viele Fotostopps und fanden es sehr schön hier. Am Ende der Schlucht angekommen waren wir wieder in der Karoo und vom schlechten Wetter war nichts mehr zu sehen.
Meiringspoort
Swartberg Pass
Seweweekspoort
Tankwa Karoo National Park
Wir liessen die Seweweekspoort hinter uns. Zur Mittagszeit gelangten wir nach Lainsburg, wo wir tankten und uns etwas zum Essen kauften. Dann ging die Fahrt dirch die Karoo weiter. Wir bogen auf die Gravelroad zum Tankwa Karoo National Park ab. Die Piste war gut zu fahren und so gelangten wir bis an die Reception. Die Tankwa Karoo bietet schöne exklusive Campsites an. Wir konnten uns die Steenkampshoek Campsite sichern. Bevor wir dort hinfuhren, hatten wir noch Zeit, einen kleinen Loop zu fahren. Da waren die Pisten deutlich ruppiger. Die Landschaft war weit. Die Tiere waren scheu und hatten eine riesige Fluchtdistanz. Dann fuhren wir zu unserer Campsite. Ein steiniger Weg, auf dem wir nicht viel schneller als Schritttempo fahren konnten, führte den Hang hinauf zu unserem Stellplatz. Ein halbwegs ebener Platz und eine Grillstelle war alles an Infrastruktur. Wir lieben diese Campsites. Die Aussicht war prächtig und suchte seinesgleichen. Wir machten Feuer und genossen das für uns so typische Afrikafeeling.
Am nächsten Tag holperten wir nach dem Frühstück den Weg wieder runter. Wir machten noch den Abstecher auf den Gannaga Pass, der landschaftlich sehr schön war. Anschliessend verliessen wir den Tankwa Karoo National Park wieder.
Tankwa Karoo
Steenkampshoek
Gannaga Pass
Cederberge
Vom Tankwa Karoo National Park wollten wir in die Cederberege, die wir schon von blossem Auge sahen. Leider führte uns Tracks4Afrika ins Niemandsland. Der Weg war privat und derart schlecht, dass wir umdrehten. Schliesslich nahmen wir die Hauptstrasse über den Katbakies Pass in die Cederberge hinein. Ziel war der Kromrivier Campingplatz, wo wir für zwei Nächte gebucht hatten. Gegen Abend trafen wir da ein und hatten einen der letzten Stellplätze.
Am folgenden Tag frühstückten wir gemütlich auf unserer Campsite. Wir wollten einige Hikes machen, die durch die für die Cederberge typischen Steinformationen machen. Diese lagen unweit von unserem Campingplatz. Zuerst fuhren wir nach Truitjieskraal, wo es einige Loops gab, die wir begehen konnten. Neben den Steinsformationen gab es auch Felsmalereien zu sehen. Nur wenig weiter waren die Stadsaal Caves, wo wir auch eine Runde drehten und uns auch dort die Felsmalereien ansahen. Anschliessend fuhren wir zum Uitkijk Pass, wo wir uns hinsetzten und etwas assen. Am Nachmittag machten wir noch den Spaziergang zu den Formationen Lot’s Wife und Window. Hatte es auf den anderen Wegen noch mehr Leute, so waren wir hier praktisch alleine. Dann ging es zurück nach Kromrivier, wo wir im Restaurant ein Bierchen tranken. Dann brach unser letzter Campingabend der Reise an. Wir genossen die Stimmung. In der Nacht versuchten wir uns mit Sternenfotografie. Wir mussten konstatieren, dass wir diesbezüglich noch in den Kinderschuhen standen.
Wir frühstückten und verliessen die Campsite von Kromrivier. Wir nahmen den Weg von Matjiesrivier über Eselbank nach Wuppertal. Diese Strecke war landschaftlich ausserordentlich schön und gefiel uns sehr. In Wuppertal, das ein erstaunlich schönes Dorf mit Kap-Holländischen Häusern ist, wären wir gerne in die Schumacherei gegangen, die wir aus einem Fernsehbeitrag kannten. Leider war sie geschlossen. Also fuhren wir weiter. Bei Clanwilliam verliessen wir die Cederberge.
Katbakkies
Kromrivier
Truitjieskraal
Stadsaal Caves
Lot's Wife & The Window
Eselbank - Wuppertal Road
West Coast National Park
Wir verliessen die Cederberge in Richtung Küste. Bei Elands Bay sahen wir das Meer. Wir fuhren der Küste entlang südwärts. Die Gegend bot ausser reihenweise Ferienbungalows, die nun gar nichts für uns waren, eigentlich nichts. Wir trafen noch auf einen Souvenierladen, in dem wir gut Mitbringsel einkaufen konnten. Dann kamen wir in Langebaan an und fanden unser Hotel. Wir übernachteten zwei Mal im The Farmhouse Hotel und hatten dort ein wunderbares Zimmer. Leider hatte das Restaurant am ersten Abend geschlossen und wir mussten etwas anderes suchen. Mit einem Taxi liessen wir uns ins Thoban Chefs bringen. Das Essen war hier nur mittelprächtig. Unser letzter ganzer Tag in Südafrika war angebrochen.
Wir frühstückten lecker. Dann machten wir uns auf und fuhren in den West Coast National Park, der quasi um die Ecke lag. Wir klapperten zwei Bird Hides ab und fuhren auf den Seeberg Viewpoint. Auf der anderen Seite der Lagune von Langebaan fuhren wir bis Tsaarsbank. Das Meer war recht aufgewühlt. Ganz im Gegensatz zur Lagune, die kaum Wellengang hatte. Das Wetter war wunderbar, also legten wir uns an einen Strand an der Lagune in den Windschatten. Das war super. Auf dem Rückweg hielten wir noch bei einem dritten Bird Hide, bevor wir zurück in unser Hotel tuckerten. Das Restaurant hatte offen und wir reservierten einen Tisch. Das Essen war wieder einmal wunderbar. Es war nochmals ein echter kulinarischer Höhepunkt und würdig für unseren letzten Abend.
Am darauffolgenden Tag mussten wir die lange Heimreise antreten. Wir hatten etwas Zeit, bevor wir uns auf den Weg machen mussten. Langebaan liegt weniger als zwei Stunden von Kapstadt entfernt. Bushlore hatte seine Dependance unweit des Flughafens. Die Autorückgabe verlief reibungslos und bald schon standen wir am Check-in. Alles verlief ruhig und planmässig ohne irgendwelche erwähnenswerte Ereignisse. Und so kamen wir am nächsten Morgen wohlbehalten in unserem Zuhause an.






























































































































































































































































































































































































































































































